Video über Innovationen in Japan

Es wirk am Anfang etwas albern, ist aber richtig richtig gut!

 

 

Trends von der Social Media Week Tokyo

Twitter auf der Social Media Week 2014 in Tokyo

Mittlerweile findet die Social Media Week weltweit statt. Letztes Jahr habe ich ein paar Vorträge und Workshops in Hamburg besucht, dieses Jahr war in in Tokyo. Da die Internet-Nutzung in Japan und Asien von der in Europa deutlich abweicht, war ich gespannt, wie sich dieses auf soziale Netzwerke auswirkt Es gab 5 Tage ein sehr buntes Programm. Ich werde versuchen die aktuellen Entwicklungen und Trends zusammenzufassen und darüber hinaus ein paar interessante Projekte vorzustellen.

Soziale Netzwerke 2.0 – Fokus auf mobile Nutzung

Ein aktueller Trend bei sozialen Netzwerken ist die vermehrte Nutzung von den Netzwerken mobil und explodierende Nutzerzahlen bei mobile only-Netwerken. Beispiele für letztere sind zum Beispiel Instagram (Bilder und Videos), Snapchat (Bilder mit begrenzter Speicherzeit) und Glide (Videochat). Der Anstieg der User bleibt nicht unbemerkt und die großen Player auf dem Markt wollen auch ihren Teil vom Kuchen. Dazu gehören beispielsweise das japanische Rakuten, welches Viber (Voice Call App) kaufte oder Facebook, welches Snapchat kaufen wollte. Eine lustige Anekdote ist, dass einen Tag nach dem Vortrag über den Versuch von Facebook Snapchat zu kaufen Facebook WhatsApp kaufte. Facebook hat mit dem Messenger zwar einen mobilen Chat client, der ist aber nicht so erfolgreich wie er seien sollte.

In Asien ist Line sehr beliebt, welches fast ausschließlich mobil genutzt wurde. Line startete als Messenger 2011 nach dem Erdbeben in Japan, als die Kommunikation über Telefon nur bedingt möglich war und wurde durch seine Funktionalität schnell populär. Mittlerweile hat es über 200 Millionen Nutzer und bietet neben den ursprünglichen Messenger Features wie Unternehmensseiten, Coupons um die Kunden in “offline” Restaurants und Geschäfte zu bringen  und setzt im Gegensatz zu Facebook auf das Pull Prinzip bei der Werbung, welches im nächsten Abschnitt vorgestellt wird.

Werbung in Sozialen Netzwerken – Push vs Pull

Eine Weitere Entwicklung im Markt der Sozialen Netzwerke ist das Bezahlen der Netzwerke um share-bare Inhalte zu ermöglichen. Wichtig ist dabei, dass die Inhalte nicht in die Timeline des Users gepushed werden sondern dieser sich diese selber abholen kann. Um diese Theorie zu verdeutlichen möchte diese mit einem Beispiel von Line anschaulicher machen.

Line Stamps

Line Stamps

Auf den Bild unter diesen Abschnitt kann man die Benutzung von Bildern in Line sehen, die von Line bereitgestellt werden. Diese Bilder kann der Nutzer kaufen, wenn er sie benutzen möchte. Weit populärer ist aber die Finanzierung durch Unternehmen, die einen Buzz erzeugen möchten. So könnte in Deutschland beispielsweise die ARD sogenannte Stamps für den Tatort erzeugen, wenn sie die Unterhaltungen über den Fernsehfilm pushen möchte. Dafür würde sie dann Geld an Line zahlen und der User könnte sich diese Bilder kostenlos “pullen” und für seine Konversationen verwenden.

Werbung von Line mit Stickern auf der eigenen Homepage

Werbung von Line mit Stickern auf der eigenen Homepage

In Japan ist dieses Model erfolgreich. So unterstützt der Mobilfunkanbieter Softbank seine Werbung mit Stickern und Comedy-Sendungen bieten Sticker an damit der User in lustigen Situationen im Chat auf diese zurückgreifen kann und gleichzeitig an die Sendung erinnert. Als Beispiel für solche Sticker hab ich Sticker von Coca Cola für Weihnachten eingefügt.

Line Coca Cola Sticker

Sticker von Coca Cola um seinen Freunden einfach Weihnachtsgrüße senden zu können.

Facebook hat den Verkauf von Stickern gestartet, aber über von Unternehmen bezahlte Sticker ist mir nichts bekannt. Vielleicht bringt Facebook das Konzept in Zukunft auch bei WhatsApp unter.

Coupons

Neben den Stickern hat Line einen weiteren Markt in Coupons gefunden. Laut Vortrag bei der Social Media Week in Tokyo sollen Line User bis zu 50 km fahren um einen Coupon einzulösen. Dadurch bricht Line die Grenze zwischen online und offline Verkäufen bzw. Conversion. Facebook hat auch Aktionen für Fanpages, aber diese haben mehr einen Fokus auf online Verkäufe.

Die Zukunft von Sozialen Netzwerken 1.0

Neben den neuen Sozialen Netzwerken gab es natürlich auch Vorträge von und über die großen Player wie Google oder Twitter. In den folgenden Kapiteln soll kurz auf die aktuelle Entwicklung eingegangen werden und ein Ausblick auf Zukünftige Features gegeben werden.

Google+

Google sieht Google+ sich selber nicht als Soziales Netzwerk und damit als Konkurrenz zu Facebook. Google+ soll das Rückgrad von Google werden. Letzteres ist wahr, die Aussage davor ist eher als eine taktische zu werten um etwas Druck von Google+ zu nehmen. Dieses  entwickelt sich fast unbemerkt weiter. Communities werden immer beliebter. Hierzu wurde die Kuchenrezepts-Community von Cadbury präsentiert für die Nutzer Rezepte erstellen und testen.

Cadburys Kuchenrezept Community bei Google+

Cadburys Kuchenrezept Community bei Google+

Beliebte Rezepte schaffen es dann auf die Webseite von Cadbury.

Rezepte bei Cadbury auf der Homepage

Rezepte bei Cadbury auf der Homepage

Eine ähnlich erfolgreiche Google+ Community hat Ford mit Bildern über seine Autos.

Bildschirmfoto 2014-03-06 um 15.02.45

Google möchte gerne, dass Daten aus Google+ auf der Homepages der Unternehmen eingebunden werden. Auf der einen Seite wird Google+ dadurch bekannter, auf der anderen Seite gelingt es den Unternehmen dadurch ihr Image durch Austausch mit den Kunden zu verbessern und dichter an den Kunden zu rücken.

Es wurde noch eine japanische Foto-Webseite gezeigt, die Fotos per Hashtag aus Google+ lädt und nach den Links sortiert. Dadurch wurde schnell eine Webseite erschaffen und der Betreiber muss nicht selber für Inhalte sorgen.

Twitter

Auch Twitter sieht sich nicht als klassisches Soziales Netzwerk. Twitter zeigte auf der Social Media Week Tokyo wie akzeptiert es schob ist. Beispielsweise Obama nutzt es, es wurde schon aus dem All getwittert. Twitter ist überall… Twitter will für den Nutzer ein Soziales Netzwerk sein, jedoch auch Datenquelle für zum Beispiel neue Trends wie den Datenjournalismus.

Tweets aus dem Weltall

Tweets aus dem Weltall

Das klingt erstmal nicht so spannend. Wenn man Twitter aber als Datenquelle begreift, dann bieten sich viele Möglichkeiten. Ich erinnerte mich an einen Vortrag zur Verkehrsanalyse in New York durch die Auswertung von Koordinaten in Kombination mit dem Hashtag #trafficjam.

Facebook

Ich muss gestehen, dass ich zu den Vorträgen über Facebook nicht gegangen bin, da es nur über Werbung bei Facebook ging und mich das nicht wirklich interessiert.

Weitere spannende Projekte und Vorträge

Hier folgt noch eine kleine Übersicht über weitere spannende Vorträhe und Projekte bei der Social Media Week Tokyo.

Social Shopping bei Rakuten

Das japanische online Kaufhaus Rakuten präsentierte wie wichtig Social Media für das online Shopping ist und warum das Social Media Team wächst und wächst. Der Vortrag enthüllte keine Bahnbrechenden Geheimnisse, zeigte aber wie konsequent Rakuten Social Media benutzt und warum es so viel Geld in Social Media Auftritte investiert und so viele StartUps kauft.

Social Media Shopping, Ratuken

Social Media Shopping, Ratuken

 

Launchrock

Eins der Buzzwords auf der Social Media Week in Tokyo ist das Wort “Buzz”. Wie kreiere ich einen Buzz. Launchrock CEO Jameson Detweiler stellte sein Tool vor mit dem man in kürzester eine mysteriöse Landing bauen kann, welche Informationen, wie Emailadresse,  über interessierte Besucher sammelt und die Möglichkeit gibt die Webseite in den gängigen Netzwerken zu teilen.

Launchrock Homepage

Launchrock Homepage

 

A/B-Testing

Peter Koomen von Optimizely stellte vor, wie er per A/B Testing den online Wahlkampf von Obama verbessert hat und was für ein Potential in A/B-Testing steckt. Ich möchte dadrauf hier aber nicht weiter ins Detail gehen.

Data Journalism

Von der Huffington Post live ist CEO Roy Sekoff gekommen um den Datenjournalismus Fernsehender vorzustellen. Jeden Tag sendet er 8 Stunden live. Die User können sich per Chat beteiligen und können von der Redaktion live per Google Hangout zugeschaltet werden.

Stolz berichtete Roy Sekoff von Schaltungen nach Ägypten als die revolution im Gange war und es nur sehr schwer war für westliche Journalisten zu berichten. Hangout mit Ägyptern in Kairo waren aber möglich. Diese konnten Gerüchte bestätigen oder sie anzweifeln.

Huffingtonpost Live

Huffingtonpost Live

Huffingtonpost Live

Huffingtonpost Live

Huffingtonpost Live

Huffingtonpost Live

Darüber hinaus scherzte er etwas über Google, welche die Möglichkeit Hangouts für TV Sendungen zu nutzen nicht ernst nahmen. Erst später kamen sie auf die Huffington Post zu um zu Fragen, ob sie einen Image Film machen dürften.

Monetarisiert wird die Huffigton Post live nicht durch Werbung sondern über die Einbindung ausgewählter Videos bei AOL oder der Huffigton Post.

Die Vorträge für die Social Media Week in Tokyo finden so langsam den Weg in den Zeitplan

Die Vorträge für die Social Media Week in Tokyo finden so langsam den Weg in den Zeitplan

Die Social Media Kanäle der Social Media Week in Tokyo könnten besser benutzt werden. Etwas nach den anderen Social Media Weeks füllt sich aber so langsam der Zeitplan. Bis jetzt gibt es 9 Termine. Weitere folgen hoffentlich.

Latin Biorhythm Mate

Latin Biorythm Mate
Latin Biorythm Mate Front

Latin Biorythm Mate Front

Ich hab endlich die Gelegenheit bekommen Latin Biorhythm Mate aus Japan zu testen. In der Packung sind 10 Teebeutel mit je 2,3g. Für mich verwunderlich ist, dass Coca Cola Teebeutel verkauft.

Dazu muss gesagt sein, dass man schon immer kalten Grünen Tee in japanischen Supermärkten und Convenience Stores kaufen konnte. Jetzt ist Mate dazu gekommen. Latin Biorhythm Mate in Flaschenform ist aber nicht so verbreitet wie Grüner Tee, natürlich. Aber im Supermarkt kann man für ca. 300¥ (2,20€) 10 Teebeutel kaufen.

Der Tee soll laut Verpackung 2 min ziehen. Nach dieser knappen Zeit schmeckt die Tasse Mate ziemlich mild. ich muss dazu sagen, dass ich gerne Mate aus der Bombilla trinke, welches für viele Leute einen zu kräftigen Geschmack hat.

Latin Biorythm  Mate

Latin Biorythm Mate

Es ist schwer ein Fazit zu schreiben. Also es ist der erste Mate Tee den ich in einem japanischen Supermarkt gesehen habe, ich habe aber auch nie danach gesucht… Der Geschmack ist fein aber schwach. Für einen Tee ist es ok. Die Hackerbrause ersetzt es nicht! Es wird versucht das Image zu benutzen, dass alle Südamerikaner Mate trinken und deshalb schlank sind und Spaß haben. Zu den Körperproportionen in Südamerika hab ich aber was anderes gehört ;)

- Wer sich für Sachen aus Japan interessiert findet dem Blogprojekt von Alex und mir vielleicht ein paar nette Berichte: Neues aus dem Convenience Store

- Wer sich über Grünen Tee weiter bilden will, der kann es hier: Grüner Tee

Slides zur Developer Conference in Hamburg

Slides zur Developer Conference in Hamburg

Slides zur Developer Conference in Hamburg (Hashtag #DCHH ) auch auf der Webseite der Konferenz.

Mate Keks auf der Developer Conference in Hamburg

Tee Gebäck

Gebäck mit grünen Tee gibt es schon länger. In Berlin kann man z.B. im Mamecha Cafe (http://www.mamecha.com) Matcha Cheesecake genießen. Auf der Developer Conference 2013 in Hamburg hab ich aber zum ersten mal Gebäck mit Mate als Zutat gesehen.

Mate Keks

Den Keks gab es kostenlos zu probieren. Eine Kaufmöglichkeit gibt es leider noch nicht.

Mate Keks auf der DCHH 2013

Mate Keks auf der DCHH 2013

Geschmackstest

Der Mategeschmack kommt leicht durch, es überwiegt der eine dunkle Karamellnote. Man könnte denken, dass der Keks, wenn er zwei Minuten länger im Backofen geblieben wäre, verbrannt wäre. Ist er aber nicht und ich mochte die Karamellnote in Kombination mit Mate gerne. Zusätzlich war etwas (wahrscheinlich) Schokolade mit eingebacken. Ich finde die Kekse super. Man kann auch rausschmecken, dass Vollkornprodukte verwendet worden sind.

Ein Blick auf die Homepage ( http://blog.matekeks.de/ ) verrät:

Und keine Sorge, wenn Du Veganer bist: Mate-Keks enthält ausschließlich pflanzliche Zutaten. Zudem lassen wir nur hochwertiges Vollkornmehl rein für Ballaststoffe und lange Sättigung.

Wir backen mit natürlicher, echter Mate und setzen natürliches Koffein zu. Die Kekse haben so nicht nur das charakteristische Mate-Aroma, sondern halten Dich wach, regen Nerven und Verdauung an, stärken Deinen Kreislauf.

Das Projekt

Die Mate Keks Bäckerin mit Schwester

Die Mate Keks Bäckerin mit Schwester auf der #DCHH 2013

Der Produzentin ist noch nicht klar, wie es weiter geht. Bei Lebensmitteln muss man bestimmt einen Haufen Regeln beachten, wenn man sie verkaufen möchte. Die Zukunft ist deshalb ungewiss. Ich drücke die Daumen und wünsche alles Gute für die Zukunft. Ich würde mir bestimmt die ein oder andere Packung kaufen. Bitte mehr Informationen.

 

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